Infotermin zum S-Bahnausbau Nürnberg
Written by schmart on August 31, 2010 – 8:09 pmHeute gab es im Hauptbahnhof Fürth einen Infotermin der Bahn zum S-Bahn Ausbau Nürnberg-Fürth-Erlangen und weiter. Nachdem ich zufällig davon erfahren hatte und es mir einrichten konnte, habe ich mal vorbeigeschaut.
Folgenden Stand konnte ich erfragen:
- Die Bahn will den Schwenk über Stadeln bauen und glaubt auch daran, dass es klappt. Allerdings soll die Strecke Fürth-Eltersdorf erst Mitte 2014 und nicht schon 2013 fertig sein, da sich das ja alles verzögert.
- Der Ausbau Erlangen Hbf – Erlangen Paul-Gossen-Str. ist beschlossen, die Mittel dafür sind vorhanden
- Für den Anschluss Erlangen Paul-Gossen-Str. nach Erlangen Eltersdorf sind die Geldmittel bestellt. Das bedeutet, dass sie “nur noch in den Bundeshaushalt eingeplat werden müssen”.
- Der Ausbau der Strecke bis nach Forchheim ist zwar angedacht, aber wohl die nächsten Jahre nicht realisierbar.
- Zum Fahrplanwechsel 2010 wird die S-Bahn bis Fürth in Betrieb gehen. Dabei soll sie auch die RBs Richtung Erlangen ersetzen. Leider bekam ich keine Information zur Taktung.
- Die Finanzierung sei 60% Bund, 40% Land. Die Kommunen würden “praktisch gar nichts zahlen” müssen.
- Vorgestellt wurde das Gesamtkonzept für Nürnberg, inkl. Güterzugtunnel.
Es wird auch noch weitere Veranstaltungen geben. Immer dann wenn es was neues gibt. Angekündigt werden die Veranstaltungen in der Zeitung und mit großen Plakaten auf dem Bahnhof. Auf meine Anmerkung, dass Plakate auf Bahnhöfen von Pendlern vielleicht nicht immer gelesen werden – immerhin hängen da wegen der Bauarbeiten dauernd welche – wurde erst mal gar nicht reagiert. Dann wurde die Kritik ins Lächerliche gezogen. Die Anregung, vielleicht einfach 2 Tage vor der Veranstaltung Kundenstopper aufzustellen, fand dann aber – nach mehrmaligem erklären – doch Gehör.
Alles in allem eine nette Idee. Aber liebe Bahn: Das nächste mal erwarte ich informiertes und geschultes Personal. So richtig ernst genommen fühlte ich mich nicht.
Tags: Bahn, Baustelle, Erlangen, Fürth, Nürnberg, S-Bahn, ÖPNV
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S21 oder warum die Proteste der Zivilgesellschaft meist zu spät kommen
Written by schmart on August 20, 2010 – 7:02 amWer kennt das nicht, egal ob Stuttgart 21, Einführung von Studiengebühren, Vorratsdatenspeicherung oder andere Großprojekte/Gesetzesvorhaben: Sieht man etwas kritisch und trägt den Protest aus den eigenen vier Wänden nach draussen ist man entweder zu spät dran oder ein ewiger Querulant.
Warum das so ist? Hier mein Eindruck:
Erst wird das Vorhaben von “denen da oben” dem Bürger vorgestellt. Dann fängt der Bürger an sich damit zu beschaftigen, erarbeitet sich eine eigene Meinung, bringt sich vielleicht noch ein, übernimmt die Meinung der Presse oder ignoriert das Thema erst mal komplett. Die Minderheit die eine eigene Meinung hat und diese aus den eigenen vier Wänden trägt wird erst nicht ernst genommen, dann vertröstet, dann als überkritisch und später als Querulanten, Chaoten oder Minderheit die übertimmt worde sei hingestellt. Häufig spielen die Mainstreammedien allzugerne mit.
Kommt es dann zum Projektstart, wird auf einmal festgestellt, dass doch einiges anders ist als geplant. Es ist teurer, risikoreicher, weniger sinnvoll als gedacht. Die Bedenken des Bürgers wurden, wenn überhaupt, nur oberflächlich eingearbeitet. Kommt es jetzt zum Protest ist er aber schon zu spät, denn die Verträge sind gemacht, der Bürger hätte sich ja schon früher melden können und außerdem hätten ja die gewählten Vertreter entschieden, folglich sei ja alles in Ordnung weil demokratisch.
Ich frage mich in solchen Momenten immer warum nicht einfach von Anfang an richtig miteinander geredet wird. Dazu zählen transparente Planungsphasen, informieren der Bürger, transparente Abstimmungen (in denen auch offenbart wird wer denn an was verdient, Stichwort Grundstückverkauf), transparente, öffentliche Kosten-Nutzen-Rechnungen und auch die Veröffentlichung kritischer Gutachten.
Kurz: Zu einer Demokratie gehören für mich informierte Bürger und informierte Politiker.
Auch sollten die Planungen ergebnisoffen erfolgen. Dazu gehört auch ein verwerfen des Vorhabens.
So lange diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind wird der Protest der Bürger oft zu spät kommen, wird die Politikverdrossenheit nicht nachlassen, wird das Misstrauen in “die da oben“ wachsen. So lange werden Menschen auf die Straße gehen und auf sich aufmerksam machen. Hoffentlich schlägt die Enttäuschung nicht in richtige Wut um.
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Und das Karussell dreht sich
Written by schmart on June 1, 2010 – 7:18 pmHorst Köhler tritt zurück und hinterlässt ein Land ohne Präsident. Ob der Rücktritt in dieser Form sinnvoll, oder gar richtig ist, wage ich nicht zu beurteilen. Doch plötzlich bietet sich die Möglichkeit das höchste Staatsamt neu zu besetzten und dabei einen Bundespräsidenten (oder Präsidentin) zu wählen die mehr in der Öffentlichkeit präsent ist und aktuelle gesellschaftliche Debatten begleitet.
Dazu muss das Amt aber von einer Person ausgefüllt werden, die politisch unabhängig und vor allem gesellschaftlich relativ unbelastet ist. Read more »
Tags: #zensursula, bundeshorst, bundespräsident
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Collateral Murder – Gedanken
Written by schmart on April 6, 2010 – 9:39 pmHeute veröffentlichte Wikileaks.org dieses Video:
Gezeigt wird ein Zwischenfall vor 2 Jahren im Irak, bei dem unter anderem 2 Journalisten ums Leben kamen. Bis jetzt waren scheinbar alle Bemühungen das Video zu veröffentlichen am Widerstand des Pentagon gescheitert.
Nachdem ich das Video heute morgen angeschaut hatte lies es mich den ganzen Tag auch kaum wieder los. Zum einen wäre ich anhand dieses Videos in einer Stresssituation nicht in der Lage zwischen einer Waffe und eine Kamera zu unterscheiden, auch die beiden Kinder im Van hätte ich wohl übersehen. Zum anderen fand ich die Sprache der Soldaten abstoßend, die schienen ja richtig wild aufs rumballern zu sein. Keine Ahnung was in denen in dem Moment vorging, keine Ahnung allerdings auch, was in Menschen vorgeht die sich vor sich selber rechtfertigen wollen um jemanden zu töten.
Trotzdem erscheint es mir in diesem Falle falsch die Soldaten als killersüchtige, kranke, entmenschlichte Menschen hinzustellen. Krieg bringt nun eben nicht gerade die edelsten und schönsten Seiten von Menschen an das Tageslicht – Krieg ist schmutzig und wird die “sauber” oder “chirurgisch” sein.
Was mich auch schon zum eigentlichen Punkt bringt, der mich an der ganzen Sache massiv ärgert. Warum wurde hier nicht von Anfang an mit offenen Karten gespielt? Warum muss erst durch irgendwelche mehr oder weniger dunklen Kanäle bekannt werden, dass das Militär der Presse nicht die ganze Wahrheit gesagt hat? Warum meint das Militär die Öffentlichkeit für dumm verkaufen zu müssen? Mir fällt da spontan eigentlich nur ein Grund ein:
Wenn wir wirklich alle wüssten, wie grausam, schmutzig Krieg nun mal ist, dann würden militärische Kräfte massiv an Rückhalt in der Öffentlichkeit verlieren.
Aber mal ganz ehrlich; wenn wir es uns abends mit einem Bier in der Hand auf der Couch gemütlich machen und wir hören mal wieder wie gut/schlecht der Krieg im Irak/Afgahnistan oder sonst wo läuft: Wer will denn überhaupt wissen wie grausam Krieg ist/sein kann?
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Mad Hat Tea Company – Tacoma, WA
Written by schmart on December 31, 2009 – 8:19 pmI don’t think that a lot of German people will come to Tacoma. So I write this article in English. If it ever happen you come to Tacoma near Seattle you really have to go to the “Mad Hat – The Tea Company” in Commerce Street (maybe they will move in the near future one street up the hill). Go there even if you don’t like Tea that much. Read more »
Tags: people, seattle, tacoma, tea
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24h und ungezählte Sicherheitskontrollen später
Written by schmart on December 30, 2009 – 6:19 amEigentlich war der Flug nach Seattle auf die Hochzeit einer Gastschwester von Jeannine ganz gut geplant. 6:30 in Nürnberg los, ca. 13 Uhr in Seattle an. Los gekommen sind wir auch um 6:30, angekommen sind wir aber erst so gegen 21:30.
Angefangen hatte alles schon am 28.12. Das elektronisch einchecken für den Flug Amsterdam-Seattle war aus irgendwelchen Gründen nicht möglich. Da ich das Problem mit KLM und Northwest/Delta aber schon mal hatte dachten wir uns nichts dabei. Read more »
Tags: delta, klm, northwestern
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offlineimap and Kmail
Written by schmart on August 9, 2009 – 2:21 pmAfter using offlineimap a lot to backup my mailaccounts without having the mail accessible in KMail I’ve managed to see the backup in KMail
KDE version is KDE4.x, offlineimap is 6.1.2, Disto is ArchLinux and this is what I’ve done:
Setup of .offlineimaprc:
[general]
metadata = ~/.offlineimap
accounts = martin[Account martin]
localrepository = martin_local
remoterepository = martin_remote[Repository martin_local]
type = Maildir
localfolders = ~/Dokumente/MailBackup/MartinAtSchmart
sep = /[Repository martin_remote]
type = IMAP
remotehost =
remoteuser =
remotepass =
maxconnections = 1
Run offlineimap.
Then:
- Create a folder named “Backup” in KMail/Local Folders
- go to ~/.kde4/share/apps/kmail/mail and create a symlink to ~/Dokumente/MailBackup/MartinAtSchmart with the name .Backup.directory
- Restart KMail
Now the mails should be accessible via the “Backup”-folder. If not try to rebuild the index (right-click on the folder name).
Tags: kmail, offlineimap
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Abwrackblase
Written by schmart on July 2, 2009 – 10:04 pmDie Netzeitung titelt heute “Abwrackblase droht 2010 zu platzen”. Ist das was neues? Und von wegen droht?
Doch nach dem Kaufrausch droht die Ernüchterung: VDA-Präsident Matthias Wissmann warnte denn auch vor Euphorie: «Dieses hohe Niveau wird im kommenden Jahr sicherlich nicht einfach fortgeschrieben werden können.» Zudem seien die Absatzmärkte im Ausland entscheidend. Dort sei die Lage trotz erster Anzeichen einer Besserung keinesfalls rosig. «Wenn der Weltmarkt dümpelt, können Sie so gut sein wie sie wollen, dann leiden Sie unter diesem Weltmarkt massiv, und das tun wir.»
Sicherlich wird es nächstes Jahr kein hohes Niveau an Neuzulassungen und damit auch an Neukäufen geben. Read more »
Tags: abwrackprämie
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Eine Woche nach #zensursula
Written by schmart on June 28, 2009 – 1:40 pmJetzt ist es schon über eine Woche her, dass der Bundestag den Aufbau einer Zensurinfrastruktur im Internet beschlossen hat. In dieser Zeit hat sich für mich doch einiges verändert. Nicht nur kommt mir die Welt grauer und trister vor als vor als vor dem 18.6.2009, nein ich versuche gerade zum Multiplikator zu werden. Da wird dann, leider, auch einmal ein etwas lauterer Meinungsaustausch mit Kollegen geführt, anderen Leuten auf die Nerven gegangen weil man ihre Meinung zu diesem Gesetz wissen will und es wird sich immer mehr Gedanken gemacht wie man argumentieren sollte und muss. Ach ja, gleich am Anfang, bevor Missverständnisse entstehen: Ich bin für das Löschen kinderporn. Inhalte im Internet. Ich sehe das Löschen nicht als Zensur an. ABER: Geheime Listen mit gesperrten Seiten bei einer Polizeibehörde erhöhen die Gefahr von Missbrauch dieser Sperren und erleichtern damit den Einstieg in eine Zensur.
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Tags: #zensursula, internetfilter, Politik
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Der Tag danach…
Written by schmart on June 19, 2009 – 8:33 amGestern wurde das Zugangserschwerungsgesetz beschlossen. Heute habe ich ein wenig Katerstimmung, bin aber endlich komplett aufgewacht und endgültig von der Couch gefallen. Abe heute werde ich versuchen politisch aktiver zu sein, nicht nur interessiert. Angefangen habe ich mal damit, dass ich die beiden Bundestagsabgeordneten aus Fürth (Bay.) angeschrieben habe. Herr Schmidt (CSU) hat für das Gesetz votiert, Frau Rupprecht (SPD) hat gelich gar nicht abgestimmt. Bin mal gespannt was da zurückkommt.
Aber eigentlich will ich vorallem auf ein paar Blogs, Presseartikel und der gleichen verweisen. Die Liste versuche ich im Laufe des Tages immer mal wieder zu aktualisieren.
- Freiheit ist es wert, niemals zu resignieren (Metronaut)
- Vielen Dank Ursula v.d. Leyen (ernst gemeint)! (Christop Thurner)
- Argumentationshilfe (via Twitter: stromzaehler)
- Ausweitung der Sperren und falsche Drucksache?(Netzpolitik.org)
- Handelt die Regierung wie ein Täter? (MOGIS)
- Warum sich die große Koalition an die Bild verkauft hat und die Jugend endlich wieder die Jugend sein kann.(Jan Jasper Kosok bei “der Freitag”)
- Pflicht unserer Generation 64 oder Warum wir trotz #zensursula Gesetz auf einem guten Weg sind(von Zottel)
- Zensur im Namen des Kindesmissbrauchs beschlossen (nSonic, Brois Nienke)
- Trotz Netzsperren: Es wird weitergehen (RunkenBlog)
- Bundestag beschließt Gesetz für Internet-Sperren (Johnny Haeusler bei Spreeblick)
- Der letzte Tag (Anke Gröner)
Nicht zuletzt möchte ich hier gerade noch auf einen (älteren) Artikel von Chris bei fixmbr hinweisen (Link via Twitter von jostey), welche DNS Alternativen gibt es?
Tags: #zensursula, dns, internetsperre, opendns, zensur
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