Ich wohne in einem Wohn­heim in Tübin­gen. Als ich vor so ziem­lich genau einem Jahr wieder nach Tübig­nen zog (ich war ein Jahr in München), da hatte ich Mitte März Prob­leme ein Zim­mer zu finden.
Entweder haben WGs noch nicht gesucht, oder ich wäre ihnen zu kurz (ein bis einein­halb Jahre) in Tübin­gen gewe­sen.
Daher hatte ich dann auch das Wohn­heimz­im­mer angenom­men. Obwohl ich sagte, nie wieder Wohn­heim. Inzwis­chen bin ich sehr glück­lich in den Amsel­weg gezo­gen zu sein, nicht nur, weil ich Jean­nine dort ken­nen­lernte. Das Wohn­heim sel­ber ist auch ganz in Ord­nung, mit den meis­ten Leuten kann man klar kom­men, nur das Gebäude selbst kön­nte mal eine Gen­er­alüber­hol­ung ver­tra­gen.

Als ich für das Zim­mer zu sagte, da waren noch zwei Zim­mer frei. Jetzt ist Anfang April und es sind noch vier oder fünf Zim­mer frei! Also entweder machen wir alle, das Haus oder sonst was einen sehr schlechten Ein­druck oder es ist was anderes. Heute früh im Bus kam mir dann die Erleuch­tung:
Kön­nte es sein, dass ein­fach weniger anfan­gen zu studieren? Und diejeni­gen, die studieren, die haben es nicht nötig in ein Wohn­heim zu ziehen, weil das Geld für mehr auch reicht, oder weil sie zu ver­wöhnt sind, oder weil es noch ein großes Ange­bot an anderen Zim­mern gibt?

Es wäre schon lustig, wenn die Stu­di­enge­bühren der Uni dem StuWe in Bein schießen wür­den. Weniger Stu­den­ten, weniger Geld. Leer ste­hende Wohn­heimz­im­mer, weniger Mietein­nah­men aber auch weniger Nebenkosten. Eigetnlich warte ich nur noch darauf, dass eine Mieter­höhung kommt um wieder mehr Geld einzunehmen.…