Kaum gibt es einen neune Amok­lauf, eine neue Gewalt­tat von Jugendlichen wer­den mal wieder die Killer­spiele ver­ant­wortlich gemacht, oder Filme und andere Medien.
Also ich habe nun ja so langsam keine Ahnung mehr was das soll. Jedes mal wird diese Diskus­sion los getreten. Jetzt wieder nach dem Amok­lauf in Blacksburg.

Aber ist es nicht viel mehr die Gesellschaft, die dieses Prob­lem hat? Die Gesellschaft ver­mit­telt den Ein­druck des Recht des Stärk­eren. Sei es im Großen, wenn andere Staaten anderen ihren Willen aufzwin­gen. Sei es mit mil­itärischer Gewalt oder öknomis­chen Waf­fen. Oder im Kleinen, wenn der Rück­sicht­slose besser durchs Leben kommt.

Ist es nicht eher so, dass Gewalt überall gezeigt wird? Nachrichten, Filme, selbst im Geschicht­sun­ter­richt der Schule ist es eher so, dass die Per­sön­lichkeiten breit behan­delt wer­den, die Kriege geführt habe und dadurch “großes” geleis­tet habe? Wäre es nicht sin­nvoller ger­ade die Per­sön­lichkeiten aus­führlich zu behan­deln, die sich für den Erhalt des Friedens einge­setzt haben?

Dazu kommt noch, dass die Zahl der Toten durch Amok­läufe nichts ist im Ver­gle­ich zu der Zahl an Men­schen die täglich durch Hunger und Krankheiten ster­ben. Um die Opfer eines Amok­laufes wird ein riesen Zirkus gemacht, Staat­strauer, Diskus­sio­nen über Killer­spiele, Diskus­sio­nen über Waf­fenge­set­zte.… Wo bleibt der Auf­schrei wenn jemand an Hunger stirbt? Wo bleibt der Auf­schrei wenn ein tödlicher Unfall geschieht?
Ver­lieren wir nicht den Bezug zur Realität?