Im Reiseführer war das Guest House als Ryokan (also ein traditionelles japanischen Gasthaus) beschrieben. Uns traf dann erst mal der Schlag. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Das Personal war freundlich, die heiße Quelle (Ofuro) im Haus und auch im Freien war sehr schön. Die im Freien reservierten wir uns auch gleich für den Abend. Aber das „Zimmer“ war dann doch sehr komisch. Ich hatte den Eindruck, dass denen irgendwann die Zimmer ausgingen und sie sich dann einfach einen „Container“ hingestellt hatten. Der „Container“ war zwar mit Tatami-Matten ausgelegt und auch ein Futon lag bereit, auch eine Klimaanlage gab es. Aber so richtig traditionell war das nun wirklich nicht. Der Aufenthaltsraum mit der Möglichkeit Tee aufzugießen gab es auch. Aber so richtig überzeugt waren wir nun nicht.
Wir machten uns, nachdem wir unser Gepäck im Zimmer hatten, erst mal auf den Weg die Gegend zu erkunden. Im „Guest House“ bekamen wir auch eine handgezeichnete Karte. Und wie das so mit japanischen Karten ist, hatten wir Probleme sie mit der realen Welt in Einklang zu bringen.
Einen „Combini“ hatten wir schon von der Bushaltestelle aus erspäht und deckten uns da nun erst mal mit Getränken ein. Dann liefen wir los. An Golfplätzen vorbei, an Wegweisern die uns in die richtige Richtung lotsten und auch an solchen die zu „No picking“ und „plants and flowers“ führten. Nachdem uns auf dem Weg noch eine Schlange und mehrere Eidechsen begegneten und vor uns flohen, fanden wir dann doch irgendwann nach Kojiri an einen großen See. Was uns auf der dreistündigen Wanderung nicht begegnete, waren Getränkeautomaten. Kaum zu glauben aber wahr *g*. In Koji betrachteten wir den See, kauften uns na klar Pins und genossen die Natur. Matcha-Eis gab es auch. Mit dem Bus kamen wir dann wieder ins „Guest House“ zurück, schauten uns Sengokuhara an und beschlossen dann uns im „Combini“ was zu essen zu holen und das im Aufenthaltsraum zu essen, immer in der Hoffnung andere Urlauber zu treffen. So richtig hatte das nicht geklappt. Auf alle Fälle zogen wir dann weiter ins Ofuro und entspannten uns erst mal so richtig. Das Ofuro war aber auch das einzige gute an dem Hotel. Dafür, dass es unsere teuerste, geplante Übernachtung war, war ich doch sehr enttäuscht. Vorallem weil das in einem Reiseführer so hoch gelobt wurde.