Irgend­wie ist das in Japan so eine Sache mit Karten. An fast jedem U-Bahn Aus­gang stehe zwar welche, aber im ersten Augen­blick kommt man als Europäer damit nicht sofort zurecht. Während in Europa fast alle Karten genordet sind, sind in Japan fast alle Karten betra­chteror­i­en­tiert. Soll heiße, dass die Karte ohne langes, gedankliches hin und her drehen mit der beobachteten Welt in Deck­ung zu brin­gen ist. Das hat Vor– und Nachteile. Vorteil ist, dass man sich nicht lange zu ori­en­tieren braucht (voraus­ge­setzt man kön­nte japanisch). Nachteil ist, dass man nicht eben mal auf die Karte um die Ecke rum schauen kann und sich dann sofort ori­en­tieren kann. Aber das ist ja noch das kle­in­ste Prob­lem.
Viel schlim­mer ist die Genauigkeit. Ja, es gibt in Japan sehr sehr viele kleine Straßen. Nein, die sind nicht alle in die Karten eingeze­ichet. Klar wäre es schw­erer sich auf eine Karte zu ori­en­tieren auf der alle Straßen eingeze­ich­net sind, aber noch schlim­mer ist es an der 3. Straße links abbiegen und dann nicht zu wis­sen, welche Straßen denn nun als Straße gezählt wer­den und welche nicht. Das kann dann echt nervig werden.