Heute sind Jeannine und ich nach Hiroshima gefahren. Fuer uns hiess das gegen 6 Uhr aufzustehen, um den Bus um 704 nach Odaware zu erreichen. In Odawara ging es dann mit dem Shinkansen weiter nach Hiroshima. Dort angekommen ewartete uns dann eine lautstarke Ueberraschung. Gestern jaehrte sich der Tag, an dem Japan kapitulierte. Scheinbar benutzt das der rechte Fleugel in Japan dann immer als Anlass seine nationalistische Gesinnung kund zu tun. So auch heute in Hiroshima.
Kaum in der Tram, fielen uns Lautsprecherwagen auf und auch einiges an Polizei. Aus den Lautsprechern?kam dann unverstaendliches (fuer mich sowieso, fuer Nin auch), nur “bansai” war oefter mal zu verstehen. Einige Japaner schauten uns schon fast um Entschuldigung bittend an. Im J-Hoppers angekommen wurde auch gerade von einem Gast nach der lautstarken Kundgebung gefragt. Es stellte sich dann heraus, dass das “right wing” Gruppen seien — oder eben “stupid people”. Scheinbar war die japanische Polizei aber sehr besorgt. Der Friedenspark war komplett gesperrt. Fussgaenger kamen aber ohne Probleme rein. Das erst mal, dass ich japanische Polizei mit Schutzschild gesehen habe.
Wir gingen dann in den Park, schauten uns dem “A-Bomb Dome” und den Park mit?Museum an. Darueber werde ich, sobald ich Zeit habe, mehr schreiben. Vorerst sei nur gesagt, dass sich alleine wegen diesen Einrichtungen eine Reise nach Hiroshima lohnt.
Was mich allerding schwer irritierte war, dass der “right wing” scheinbar ungeruehrt seine Runden drehen konnte. Es waren zwar mehr Frewillige, die einen in Hiorshima Willkommen heissen, zu sehen, aber ansonsten war an Gegenaktionen oder anderen Meinungen sehr wenig zu sehen. Jeannine meinte, dass die rechten Gruppierungen ind Japan eine sehr starke passiver Unterstuetzung haben, vielleicht liegt es daran, dass hier keiner dagegen auf die Strasse ging. Vielleicht haette ich mich auch nur gefreut, wenn mit jemand in der Strassenbahn gesagt haette was los ist und sich vielleicht auch gesagt haette, dass es ihm peinlich oder unangenehm ist. Vielleicht hatte ich mir von Hiroshima auch einfach mehr erwartet. Eine Stadt die sich so aktiv fuer Frieden einsetzt, kann meiner Meinung nach eine Demo oder Kundgebung einer eindeutig nationalistischen Gruppe nicht zulassen, ohne deutlich zu zeigen, dass sie als Stadt nicht dahinter steht. Vielleicht habe ich da aber auch nur einfach was total falsch verstanden und die rechten Gruppen hier sind eher harmlos.….