Heute begann unsere Rück­reise nach Osaka. Nein, 4 Tage brauchen wir dazu nicht. Aber wir haben noch ein paar Zwis­chen­sta­tio­nen geplant. Heute stand als erste Sta­tion des Rück­wegs Mat­suyama auf dem Pro­gramm. Mit der Fähre ging es von Hiroshima aus nach Mat­suyama. Dort angekom­men, mussten wir vom Hafen erst mal in die eigentliche Stadt kom­men. Wir wussten, dass ein Bus zum näch­sten Bahn­hof fährt und es von dort aus dann mit dem Zug weit­ergeht. Lei­der waren wir nicht wirk­lich in der Lage den richti­gen Bus zu finden, also liefen wir zum Bahn­hof. Weit war es nicht, dafür war es mal wieder sehr warm. Und na klar sorgten wir für neugierige Blicke. Immer diese Aus­län­der mit dem vie­len Gepäck
In der Stadt angekom­men suchten wir zuerst eine Touris­ten­in­for­ma­tion auf. Wir waren ja immer noch auf der Suche nach einer Übernach­tungsmöglichkeit. Da es am näch­sten Tag mit der Fähre nach Kobe gehen sollte, woll­ten wir in der Nähe des Bahn­hofs bleiben um stress­frei zum Hafen zu kom­men. Die äußerst hil­fs­bere­iten Mitar­beiter der Touris­ten­in­for­ma­tion klemmten sich auch sofort an Tele­fon und fin­gen an zu tele­fonieren. Es stellte sich dann her­aus, dass lei­der kaum noch was frei war, mal nicht in unserer Preisklasse. Daraufhin suchten sie auch im zweiten großen Hotel­bezirk nach freien Zim­mern. Irgend­wann kam dann die Frage, ob denn auch ein Raucherz­im­mer in Ord­nung sei. Das nah­men wir dann auch, besser als nichts dachten wir uns in diesem Moment.

Auf der Suche nach dem „Check In“ (so heißt das Hotel) dur­fen wir uns mal wieder mit japanis­chen Karten und Wegbeschrei­bun­gen beschäfti­gen. War das jetzt eine Quer­strasse oder zählte die nicht? Das erste mal liefen wir am Hotel vor­bei. Irgend­wann standen wir dann doch vor dem Hotel und stell­ten fest, dass das Hotel einen Com­bini im Ein­gangs­bere­ich hatte und die Lobby doch eher nach einem sehr teuren Hotel aus­sah. Für ca. 9000 Yen (ca. 60 Euro) mit Früh­stück ging es aber vom Preis. Auch hier gab es, beim Anblick unseres Gepäcks, ver­ständ­nis­lose Blicke. Zum ersten Mal musste ich auch meinen Reisep­ass kopieren lassen, sonst reichte Jean­nines „Alien Reg­is­tra­tion Card“. So richtig begeis­tert waren wir, als uns gesagt wurde, dass das Hotel unter dem Dach ein „Ofuro“ habe. Es gab einen kleines und ein großes Bad. Das Schloss zum kleinen Bad kon­nte mit einer Code­num­mer verse­hen wer­den um es vor neugieri­gen Män­nern zu schützen. Ehrlich, das ist die Begrün­dung. Nin bekam extra einen Zettel gere­icht auf dem die Num­mer stand. Gebadet wird nach Geschlechtern getrennt. Das erste was Nin gemacht hatte, war sich das Bad anzuschauen. Es stellte sich dann her­aus, dass das Wasser aus der nahe geleg­nen Quelle des „Dogo Onsen“ stammte und wir also in dem Wasser einer sehr bekan­nten Quelle baden kon­nten ohne in das Onsen zu müssen.