Nach kurzer Rast machten wir uns auf Mat­suyama zu erkun­den und die Burg zu besichti­gen. Ob man es glaubt oder nicht: Auf dem Weg zur Burg, wir waren schon gut am Schwitzen, überholte uns ein joggen­der Japaner in langer(!) Sportk­lei­dung. Schon ein leicht ver­rück­ter Men­schen­schlag. Oben angekom­men hat­ten wir einen schö­nen Überblick über Mat­suyama. pict0028.jpgDie Burg sel­ber war lei­der schon geschlossen. Also machten wir uns wieder auf den Weg und liefen zum Onsen. Dort angekom­men, kon­nten wir eine Spieluhr bewun­dern die sich ger­ade aus dem Socken aus­fuhr. Auf der Spieluhr wur­den auf mehreren Ebe­nen Szenen aus dem Badeleben dargestellt. pict0051.jpgRichtig schnuf­fig. Noch besser war allerd­ings das heiße Quell­wassser in das man seine Füße hän­gen dufte. Das Onsen sel­ber schauten wir uns nur von außen an. Es war ein­fach zu viel los und wir hat­ten das Quell­wasser ja auch im Hotel. Mit der Tram ging es dann wieder zurück ins Hotel. Jean­nine nahm dann dort (zur Frauen­badezeit im großen Bad) ein Bad und war hin­ter­her so richtig begeistert.

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Da wir beide Hunger hat­ten machten wir uns auf was zu Essen zu suchen. Wir einigten uns dann darauf bil­lig zu essen und noch was trinken zu gehen. Immer­hin hat­ten wir noch Nins Prü­fun­gen, meinen GB-Tag und Diplo­mar­beitab­gabe und noch das ein oder andere zu feiern.
Das Prob­lem mit japanis­chen Bars ist, dass man von außen nicht sieht was drin ist. Man stelle sich ein Hochaus mit lauter Bars vor. Mehr als der Name der Bar ist aber nicht sicht­bar. Man kann mit dem Aufzug in jeden Stock fahren und steht dann in einem ster­ilen Kor­ri­dor vor einer Tür und hat keine Ahnung was dahin­ter ist. So richtig kon­nten wir uns dann nicht entschließen. Auf dem Weg nach draußen fan­den wir dann ein Schild “Jazz-Bar” und entschlossen uns dort hin zu gehen. Wie es uns dort ergan­gen ist, ist einen eige­nen Ein­trag wert und kommt gle­ich nach­her.
Nach­dem wir von der Jazz-Bar wieder in Hotel gefun­den hat­ten (was sehr ein­fach war, da das Hotel nur ein paar Häuser weiter lag), deck­ten wir uns erst im Com­bini mit Getränken ein und gin­gen dann auf unser Zim­mer. Ich musste dann ein Ver­sprechen ein­lösen und auch mal ins “Ofuro” gehen. Auf dem Weg dor­thin traf ich dann eine Japaner, der sich sehr unschlüs­sig war, ob er denn jetzt auch ins “Ofuro” gehen soll oder nicht. Jean­nine hatte mich ja schon vorge­warnt, dass Japaner was Aus­län­der und öffentliche Bäder angeht sehr eigen sind. Ich bemühte mich um so mehr alles richtig zu machen. Wusch mich, seifte mich gründlich ein (so das es richtig schaumte), wusch mich, seifte mich nochmal ein und wusch mich nochmals. Erst dann traute ich mich ins Becken. Trotz­dem ver­trieb ich min­destens den Japaner der vor mir kam. Mit der Zeit wurde es immer leerer im Bad, was auch daran liegen kon­nte, dass eine Gruppe aus­ländis­cher Touris­ten kam. Irgend­wann hatte ich dann genug und ging wieder ins Zim­mer. Im Zim­mer angekom­men, nutze ich dann erst mal den Inter­ne­tan­schluss um zu schauen was der Yen/Euro Kurs denn so macht. Lei­der hatte sich der Euro entsch­ieden seinen Kursver­lust dem Yen gegenüber fortzuset­zen. Na ja, Geld hat­ten wir ja noch und das sollte auch noch ne Weile reichen.