…oder: Wer lesen kann ist klar im Vorteil

Es begab sich, dass der besagte Drucker von heute auf mor­gen nicht mehr drucken wollte. Zwar leuchtete mir freudig ein “Data” ent­ge­gen, aber das wieder­spen­stige Gerät wollte keine weit­eren Infor­ma­tio­nen, sei es Fehler­med­lung oder die gewün­schte Seite, her­aus­rücken. Das war unter einer SuSE-Linux-Distribution vor ca. 2 Jahren. “Na, dann motte ich den Drucker halt ein. Dringed brauche ich ihn nicht.”, dachte ich mir da noch.

Das Jahr 2007, nach­dem dieses Jahr bis auf einige stres­si­gen Phasen doch sehr angenehm war, wollte es das Schick­sal (oder der Zufall?), dass ein alter Laser­drucker Jean­nines seinen Geist auf gab. Der machte zwar noch Geräusche und gab hin und wieder auch eine bedruckte Seite aus, aber lei­der mutierte er auf sein alten Tage hin zu einem Papier­fresser.
Zeit für mich den FS-1700 auszu­graben und wieder anzuschließen. Da der Drucker nun doch auch schon älter ist und die PCs eher neuer, musste erst die par­al­lelle Schnittstelle an eine uni­verselle, dafür serielle, Schnit­stelle ange­bracht wer­den. Dies geschah duch einen USB-Parallel-Adapter und erwies sich zumin­d­est also soweit brauch­bar als Daten auf den Drucker flossen. Nur hergeben wollte der die Daten nicht mehr. Es boten sich mehrere Erk­lärun­gen an:

  • Mein Drucker ist sich seiner selbst bewusst gewor­den und ver­sucht sich nun anhand der einge­hen­den Daten ein Bild von der Ausen­welt zu machen
  • Oder es ist das gle­iche Prob­lem wie vor ein paar Jahren
  • Es liegt an dem inzwis­chen ver­wen­de­ten KUbuntu
  • Nach­dem sich die erste Möglichkeit, so ver­lock­end sie auch ist, eher in den Bere­ich der alltäglichen Spin­nereien einord­nen lässt, wandte ich mich der zweiten Möglichkeit zu. Dabei pro­duzierte ich seit­en­lange Beschrei­bun­gen der Test­steiten. Kein Frage, wenn man Nach­schrift lesen kann, dann kann man sich die ganze Schön­heit der Test­seite vorstellen und sagen: “Ja, mein Drucker druckt! Nur lei­der nicht das was ich will.…” Andere Treiber fab­rizierten auf dem Gerät nur wieder eine fröh­lich leuch­t­ende “Data-LED” die einem mit höh­nis­chen, grü­nen Grin­sen zu sagen scheint, “Nee, von mir bekomm­ste nix.“
    Noch war nicht aller Tage abend, ich ver­mutete schon, dass es was mit dem Seit­en­vorschub zu tun hat. Eine Frage bei Wer-Weiss-Was im “UNIX und Linux” Brett führte dann zu einem klatschen­den Geräusch. Nach­dem ich eine Antwort bekam, dass ich den Seit­en­vorschub am Drucker erzwin­gen könne schlug meine flache Hand gegen meine Strin. Klar, da gibt es doch eine Taste da steht “S.-Vorschub”. Wie gesagt: “Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!” Die endgültige Lösung war in der Antwort auch enthal­ten, denn automa­tis­chen Seit­en­vorschub auf “CR und LF” stellen.
    Tja, jetzt druckt der Drucker fröh­lich vor sich hin.