Inzwischen in Fürth lebend, dachte ich vor ein paar Tagen: “Probier doch mal das Handyticket aus”. Nachdem ich per Bluetooth über meinen Linux-Rechner ins Internet komme, kostet mich das ja auch nichts außer Zeit und Strom. Da ich eh nach Erlangen musste, suchte ich mir also eine Verbindung nach Erlangen über die Handyanwendung und klickte dann auf kaufen. Den Preis schaute ich mir noch an — man will ja schließlich wissen, wie viel man da ausgibt — die genauen Bedingungen für Einzelfahrscheine las ich aber nicht mehr. So kam es dann, dass ich nach der Buchung las, dass das Ticket schon ca. 2 Stunden vor meiner gewünschten Abfahrt ungültig wird. Tja, Einzeltickets sind halt nur zum sofortigen Fahrtantritt. Da ich aber noch Zeit hatte, schrieb ich eine Mail an die VGN. Den Wortlaut habe ich nicht mehr im Kopf. Es stand eben drin, dass ich enttäuscht sei und das Handyticket wohl auch nicht mehr verwenden würde, dass das einem ja ruhig vor dem Kauf angezeigt werden könne und ich mich darauf verlassen hatte, dass mich die Software vor unsinnigen Käufen warnt. Immerhin hatte ich ja extra erst eine Verbindung ausgesucht und dann auf kaufen geklickt.
Das diese Mail was bringt hätte ich aber nie gedacht. Einen Tag später klingelte das Telefon, eine sehr freundliche Dame war am Apparat. Sie rufe von der VGN an und man würde mir die knapp 3 Euro ersetzen, bräuche aber noch eine Bankverbindung da ich nur ein Kreditkartenkonto angegebn hatte. Wow, ich war total perplex. Gerechnet hatte ich, wenn überhaupt, mit einer E-Mail, dass das leider persönliches Pech wäre, sie aber vielleicht in einer neuen Softwareversion die Gültigkeit vorher anzeigen würden. Irgendwie bin ich halt doch Bahn-geschädigt. Stattdessen kam dieser Anruf. Ich bin immer noch begeistert und total perplex. Alleine der Anruf auf das Handy, die Überweisung und was weiß ich noch kostet die VGN wohl mehr als mich das Ticket. Damit hatte ich echt nicht gerechnet.