Es ist mal wieder so weit. Wei­h­nachten steht vor der Türe. Gegen Wei­h­nachten an sich habe ich noch nicht mal was. Soll jeder der christlich-religiös ist die Geburt seines Erlösers feiern, soll jeder die freien Tage genießen kön­nen und sich mit Fam­i­lie und Fre­un­den tre­f­fen. Was mich aber jedes Jahr an Wei­h­nachten stört ist:

  • Kon­sum
  • Ober­fläch­lichkeit
  • Brauche ich wirk­lich für jeden den ich kenne oder der in meinem Fre­un­deskreis ist Wei­h­nachts­geschenke? Ist es nicht viel mehr so, dass ich mir Wei­h­nachten vielle­icht mal mehr Zeit für diese Per­so­nen nehmen sollte? Ist es nicht so, dass ich auch ohne Anlass einem Fre­und mal eine Freude bere­iten kann? Sei es in Form eines Geschenkes oder einer anderen Sache.
    Überall wird einem vorgemacht, dass man seine lieb­sten am besten mit dem oder jenem Pro­dukt beschenken soll oder muss. Auch ich ver­schenke Dinge zu Wei­h­nachten, da nehm ich mich nicht aus. Aber seien wir doch mal ehrlich, meis­tens muss ich erst fra­gen was sich den jemand zu Wei­h­nachten wün­scht oder überhaupt brauch. In meinem Bekan­ntenkreis geht es dein meis­ten doch ganz gut. Eigentlich haben alle was sie brauchen. Und das was sich viele wirk­lich wün­schen wür­den, kann man nicht kaufen und meis­tens auch nicht verschenken.

    Wei­h­nachten wird meis­tens mit Besinnlichkeit, Friedlichkeit ver­bun­den. Überall ertö­nen Wei­h­nacht­slieder die einem eine Besinnlichkeit vor­ma­chen solle. Aus dem Radio wird man mit “Weihnachts-Hits” gefoltert und wenn man es schafft dem Radio zu entkom­men, besor­gen das sicher andere Men­schen die noch nicht ein­mal merken wie sehr sie einen damit ärgern. Man kann dieser Ober­fläch­lichkeit ein­fach nicht entkom­men. Wagt man doch mal etwas zu sagen kom­men so Sprüche wie “Stell dich nicht so an.”, “Musst du immer gle­ich alles mies machen?”.
    Nein, ich genieße Wei­h­nachten. Aus ein paar ein­fachen Grün­den: Ich besuche Fam­i­lie, tre­ffe Fre­unde und kann mich ein­fach mal ein wenig erholen. ABER: Ich vergesse nicht, dass die Welt an Wei­h­nachten kein besser Ort ist. An Wei­h­nachten hält das Welt­geschehen den Atem eben nicht an. Aber es wird meist aus der Wahrnehmung aus­geklam­mert. Oder wir haben uns schon so an Gewalt, Krieg, soziale Ungerechtigkeit und der gle­ichen gewönt, dass es uns erst auf­fallen würde wenn es mal anders wäre. Wei­h­nachten wäre eigentlich die Zeit im Jahr mal in sich zu gehen und zu überlegen, was in der Welt schief läuft, was man sel­ber anders oder besser machen kön­nte. Aber nein, wir ertränken all das in Kon­sum und Ober­fläch­lichkeit. Und vielle­icht spenden wir noch was um unser Gewis­sen zu beruhigen.