24h und ungezählte Sicherheitskontrollen später

Written by schmart on December 30, 2009 – 6:19 am

Eigentlich war der Flug nach Seattle auf die Hochzeit einer Gastschwester von Jeannine ganz gut geplant. 6:30 in Nürnberg los, ca. 13 Uhr in Seattle an. Los gekommen sind wir auch um 6:30, angekommen sind wir aber erst so gegen 21:30.
Angefangen hatte alles schon am 28.12. Das elektronisch einchecken für den Flug Amsterdam-Seattle war aus irgendwelchen Gründen nicht möglich. Da ich das Problem mit KLM und Northwest/Delta aber schon mal hatte dachten wir uns nichts dabei.
In Nürnberg beim Check-in wurden wir dann erst mal in ausgesuchter fränkischer Freundlichkeit darauf hin gewiesen, dass wir ja gar nicht komplett eigecheckt seien. Dann kam aber der eigentliche Hammer. Der Flug war heillos überbucht, warum konnte uns auch keiner erklären. Wir sollten doch in Amsterdam an einem Transferdesk oder am Gate nach einem Platz fragen, wir seien auf der Warteliste. Na gut, also erst mal auf zu unser ersten Sicherheitskontrolle die nicht weiter wild war. Schuhe aus, Gürtel aus, Jacken aus, durchlaufen und wieder anziehen – war ja nur ein innereruopäischer Flug.
In Amsterdam angekommen raus aus dem Flieger und gleich an den ersten Transferdesk, der konnte uns nicht weiterhelfen und meinte nur: “Gate”. Also weiter Richtung Gate, Passkontrolle war zwischendurch auch noch eine. Am Gate angekommen erst nochmal an einem Transferdesk nachgefragt, die konnten uns dann wenigstens sagen, dass sie nichts ändern können und wir doch ans Gate sollen. Am Gate angekommen standen noch Passagiere des vorherigen Fluges an. Also erst mal Kaffee trinken gegangen und dann wieder ans Gate. Diesmal standen die Passagiere nach Seattle an. Ne gute halbe Stunde später hatten wir dann unser erstes TSA-Interview an diesem Tag. Wohin, Wieso, elektronische Geräte, wem gehört das Gepäck, wer hat es gepackt…. Dann wieder anstehen, noch waren wir nicht am Gate-Desk. Also warten, und warten und warten. Inzwischen sah man auch schon eigene Passagiere am Desk stehen und sitzen. Endlich am Desk angekommen bemerkete man schon, dass da nicht so wirklich gelassene Stimmung herrschte. Den Grund erfuhren wir ziemlich schnell: Delta hatte aufgrund technischer Probleme einen kleineren Flieger geschickt als vorhergesehen, daher standen ca. 50 Passagiere ohne Platz da. Eigentlich hatten wir uns da schon damit abgefunden nicht direkt nach Seattle zu kommen oder eben einen Tag länger in Amsterdam fest zu stecken. Es kam dann aber besser.
Wir wurden von einem “Special-Team” abgeholt und auf dem Laufband zum Büro der KLM dann auch gleich gefragt ob wir 400 Euro in bar oder 600 Euro an Fluggutscheinen wollten. Wir entschlossen uns für bar. Später stellte sich dann heraus, dass das 600 Euro Entschädigung seien oder 800 Euro Gutscheine. Na ja, da der Flug “nur” ca. 550 Euro gekostet hatte, waren 600 Euro nicht gerade schlecht. Die Fluggesellschaft zahlt also für unseren Flug. Den bekamen wir dann auch bald mitgeteilt. Über Minneapolis nach Seattle. Insgesamt 9 Stunden mehr Reisezeit, davon ca. 4h mehr Flug. Kurz darauf erfuhren wir, dass wir nach Minneapolis umsonst Bussines Class fliegen durften. Auch gut, haben wir noch nie gemacht. Trotzdem ging es dann wieder zurück zum Gate um hier dann nochmal durch die TAS-Interviews zu gehen. Danach kam dann die Sicherheitskontrolle. Jeder Passagier wurde einzeln komplett abgetastet nachdem man bis auf Hose und Shirt alles ausziehen durfte. Danach wurde jedes Handgepäck nochmal von Hand durchsucht. Inzwischen bin ich übrigens nicht mehr ganz sicher ob ich “Nacktscanner” so schlecht finde, abtasten ist auch nicht gerade so schön, eher sogar ziemlich unangenehm.
Von jetzt an ging die Reise eigentlich ganz problemlos weiter. Auch wenn der letzte Flug von Minneapolis nach vom Gefühl her auch eher unnötig war, das lag aber eher an der langen Reisezeit. Der Flug in der Bussines Class war übrigens durchaus mal ein Erlebnis, so würde Fliegen richtig Spaß machen. Hier nur mal ein paar Dinge die anders waren:

  • Die Sitze – man konnte sie fast komplett horizontal stellen
  • Die Beinfreiheit – man kam kaum an die Taschen des vor einem stehenden Sitzes ran ohne aufzustehen
  • Der Service – direkt nach dem Einsteigen gan es was zu trinken, Wasser stand schon am Platz und wurde während des Fluges auch immer wieder aufegfüllt
  • Das Essen, es gab ein 3 Gänge-Menue auf richtigen Tellern mit viel zu viel Besteck
  • Die Getränke gab es in Gläsern und Tassen
  • Wenn das nur nicht so unverhältnismäßig teuerer wäre als Economy zu fliegen könnte man das glatt öfter machen.

    Ach ja, die Sicherheitschecks innerhalb der USA waren ein Witz verglichen mit denen in Europa…..


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